Warum ein Hund mittig im Quedlinburger Stadtwappen sitzt

Der Harz ist eine wunderbare Gegend um Urlaub zu machen. Allein seine Schätze und Sehenswürdigkeiten aufzuführen, würde ganze Seiten füllen. Zu eigentlich jeder Ortschaft, jeder Höhle und jedem Berg des Harzes erzählt man sich von alters her Legenden. Eine der wie ich finde Schönsten dreht sich um das Stadtwappen von Quedlinburg, der historischen Stadt, die überdies seit 1994 als Weltkulturerbe der UNESCO aufgeführt wird. Wer sich mit eigenen Augen davon überzeugen möchte, dass Quedlinburg diese Anerkennung zu Recht verdient hat, findet hier günstige Quartiere für seinen Trip in den Harz:

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Wenn Sie sich das Stadtwappen Quedlinburgs einmal genau betrachten, fällt Ihnen schnell der kleine weiße Hund inmitten des Burgtores auf.

QuedlinburgIch will Ihnen nun die Geschichte erzählen, wieso Quedel, so war der Name des Hundes, dort im Wappen für immer seinen Ehrenplatz bekam:

Kindesmissbrauch und Inzest scheinen nicht nur eine Ausgeburt der heutigen, modernen Zeit zu sein. Kaiser Heinrich III., der von 1017 bis 1056 lebte, gehörte leider auch zu den pädophilien Verbrechern, die ihrer eigenen Tochter nachstellen. Keiner half dem armen Mädchen. Nicht einmal Gott erhörte Mathildes flehentliche Gebete.
Schließlich sah der Herr der Hölle auch hier seine Chance gekommen, eine unschuldige Seele für seine Zwecke einzufangen. Der Deal, den er der Prinzessin vorschlug, sah so aus, dass sie drei Nächte lang nicht im Schlaf von ihm überrascht werden durfte. Er hatte nicht mit der Hilfe ihres getreuen Hundes Quedel gerechnet. Immer wenn Quedel bemerkte, dass sein Frauchen kurz davor stand vom Schlaf übermannt zu werden, bellte er laut und ausdauernd, so dass Mathilde sofort wieder wach war.

Der Leibhaftige fühlte sich daraufhin betrogen und schlug Mathilde zornerfüllt seine Klauen ins Gesicht. Doch gerade diese Brutalität war Mathildes Rettung vor den Vergewaltigungen durch ihren Vaters. Die Verletzungen machten sie so unansehnlich, dass der Kaiser keinen Geschmack mehr an ihr fand und sie zukünftig nicht mehr anfasste. Ihr weiteres Leben verbrachte Mathilde zurückgezogen aber friedlich in der Abtei Quedlinburg, die sie zu Ehren ihres treuen Gefährten Quedel erbauen ließ.

Bildquellenangabe: Rolf Handke / pixelio.de

Bildquellenangabe: Rolf Handke / pixelio.de

 

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